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Häufig gestellte Fragen
(1)
Was sind ILS?
Insurance Linked Securities (ILS) verbinden Kapitalmarkt und Versicherungswirtschaft. Anleger investieren direkt in versicherungsbasierte Risiken wie Naturkatastrophen oder Lebenserwartung. Das bringt Diversifikation, verlangt aber genaue Analyse möglicher Risiken.
(2)
Welche Risiken gibt es?
Das Hauptrisiko besteht darin, dass ein Versicherungsfall eintritt und dadurch
Kapital verloren gehen kann. Es gibt zudem Modell- und Marktrisiken sowie
Unsicherheiten bei der Bewertung neuer Strukturen. Gründliche Risikoanalyse und
regelmäßige Marktbeobachtung sind für uns deshalb Pflicht.
(3)
Wie steht es um die Liquidität?
ILS sind grundsätzlich weniger liquide als viele klassische Anleihen, da sie
häufig eine feste Laufzeit haben und kein geregelter Zweitmarkt besteht. Ein
vorzeitiger Ausstieg ist daher meist nur eingeschränkt möglich.
Liquiditätsmanagement sollte daher Teil jeder Anlagestrategie sein.
(4)
Wie passt ILS ins Portfolio?
ILS ergänzen klassische Anlagen wie Aktien oder Anleihen, da ihre Risiken oft von anderen Marktbewegungen unabhängig sind. So können sie das Gesamtrisiko im Portfolio streuen. Unser Rat: Nur einen Teil des Portfolios für ILS vorsehen und die Rolle regelmäßig überprüfen.
Begriffe erklärt
Glossar für ILS und alternative Anlagen
Wer sich mit Insurance Linked Securities beschäftigt, stößt rasch auf eine Vielzahl von Fachbegriffen, die aus Versicherungs- und Kapitalmarktwelt stammen. Hier erläutern wir die wichtigsten davon – von "Cat Bond" bis "Parametrische Deckung". Wir möchten so mehr Transparenz schaffen und Unsicherheiten im Gespräch reduzieren.
Anlageform 1
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Insurance Linked Securities (ILS)
Insurance Linked Securities (ILS) sind Kapitalmarktinstrumente, deren Wertentwicklung von versicherten Risiken beeinflusst wird. Anders als bei klassischen Wertpapieren steht nicht die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens im Vordergrund, sondern das Eintreten bestimmter Ereignisse (z.B. Naturkatastrophen, Lebensereignisse). Die Rendite hängt somit direkt vom Risiko ab, das übernommen wird. ILS bieten Anlegern die Möglichkeit, Risiken aus der Versicherungswelt in ihr Portfolio aufzunehmen.
Struktur 1
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Catastrophe Bond (Cat Bond)
Ein Cat Bond ist eine besondere Form von ILS. Bei diesem Wertpapier überträgt ein Versicherer (Cedent) ein bestimmtes Risiko – etwa einen Sturm oder ein Erdbeben – auf Investoren. Tritt das definierte Ereignis ein, verlieren Anleger einen Teil oder ihr gesamtes investiertes Kapital. Findet das Ereignis nicht statt, erhalten sie die vereinbarten Zinsen. Cat Bonds dienen Versicherern als Instrument zur Risikostreuung und bieten Investoren Zugang zu alternativen Risikoquellen.
Akteur 1
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Cedent
Der Cedent ist die Partei, die Risiken an den Kapitalmarkt transferiert – meist ein Erst- oder Rückversicherer. Sie gibt beispielsweise Cat Bonds aus, um sich gegen seltene, aber gravierende Schadensfälle abzusichern. Der Cedent bleibt dabei für die Organisation und Abwicklung der Transaktion verantwortlich. Für Anleger ist es wichtig, die Bonität und Risikobereitschaft des Cedenten zu kennen.
Deckung 1
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Parametrische Deckung
Parametrische Deckung bezieht sich auf Versicherungen oder ILS-Strukturen, bei denen die Auszahlung nicht von einem tatsächlich entstandenen Schaden, sondern vom Eintreten eines vorher definierten Parameters (z.B. Windgeschwindigkeit, Erdbebenstärke) abhängt. Das beschleunigt die Auszahlung und reduziert Interpretationsspielräume, birgt aber auch das Risiko, dass der Parameter nicht exakt mit dem tatsächlichen Schaden übereinstimmt.
Trigger 1
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Trigger-Mechanismus
Der Trigger beschreibt das auslösende Ereignis oder den Wert, bei dessen Eintreten eine Auszahlung aus dem ILS erfolgt. Je nach Struktur kann es sich um einen Indexwert, einen physischen Parameter oder eine Schadenssumme handeln. Die genaue Definition des Triggers beeinflusst maßgeblich das Risiko-Rendite-Profil eines ILS.
Bewertung 1
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Modellrisiko
Das Modellrisiko bezeichnet das Risiko, dass Bewertungsmodelle oder Annahmen unzureichend oder falsch sind. Besonders bei neuen oder wenig standardisierten ILS-Strukturen kann das Modellrisiko erheblich sein. Ein bewusster Umgang damit erfordert regelmäßige Überprüfung und die Bereitschaft, Modelle bei Bedarf anzupassen.
Liquidität 1
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Liquidität
Liquidität beschreibt die Möglichkeit, ein Investment schnell und ohne großen Wertverlust zu verkaufen. Bei ILS ist die Liquidität oft eingeschränkt, weil es keinen liquiden Zweitmarkt gibt. Anleger müssen bereit sein, ihr Kapital bis zum Ende der Laufzeit zu binden oder nur unter Vorbehalt aussteigen zu können.
Tipps für den Einstieg in ILS und alternative Anlagen
1
Vorab gründlich recherchieren
Informieren Sie sich gründlich über Funktionsweise, Risiken und Renditepotenziale von
ILS. Nur so lassen sich Überraschungen vermeiden.
2
Anbieter und Modelle vergleichen
Vergleichen Sie verschiedene Anbieter und Strukturen. Jeder Marktteilnehmer nutzt eigene
Modelle und Annahmen, die zu unterschiedlichen Einschätzungen führen.
3
Liquidität und Bindung verstehen
Berücksichtigen Sie, dass ILS meist wenig liquide sind und einen langfristigen
Anlagehorizont erfordern. Stellen Sie sicher, dass Sie im Bedarfsfall auf Ihr
investiertes Kapital verzichten können.
4
Einbindung ins Gesamtportfolio prüfen
Prüfen Sie, wie ILS in Ihre bestehende Anlagestruktur passen. Eine Überdiversifikation oder zu hoher Risikoanteil sollte vermieden werden.
5
Professionellen Rat einholen
Suchen Sie bei Unsicherheiten das Gespräch mit erfahrenen Fachpersonen oder Beratern,
bevor Sie eine Entscheidung treffen.